Aktueller Dollarkurs
Den Dollar gibt es als Währung in 24 Staaten, umgangssprachlich ist immer der US-Dollar gemeint, wenn vom “Dollar” die Rede ist. Er wurde als Landeswährung der USA Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt. Die sprachliche Herkunft leitet sich übrigens vom deutschen “Thaler” ab, an den sich die Amerikaner bei ihren ersten Dollar-Münzprägungen ab 1785 anlehnten.

Welt-Leitwährung USD
Lange galt der US-Dollar als stärkste Währung der Welt, erst mit der Euro-Einführung im Jahr 1999 entwickelten sich zwei nahezu paritätische Währungen hinsichtlich der weltweiten Bedeutung. Die Stärke hat dabei nichts mit dem Kurs zu tun, sondern mit dem Geldumlauf. Wenn man die Kursstabilität betrachtet, gibt es weit stärkere Währungen, nicht nur den Schweizer Franken, sondern auch die Norwegische Krone oder beispielsweise den Australdollar, der seit zwei Jahren unaufhörlich gegen den US-Dollar steigt. Aber die schiere Geldmenge, die Berechnung von Warenumschlag und Devisenkursen, Rohstoffen und Edelmetallen in US-Dollar macht diesen so bedeutsam. Ein schwacher Dollarkurs ist entgegen weit verbreiteter Meinungen nicht unbedingt schlecht, das hängt aber vom Standpunkt des Betrachters ab. Wer beispielsweise im internationalen Handel tätig ist, kann in bestimmten Konstellationen von einem schwachen Dollarkurs profitieren, wenn Waren oder Rohstoffe aus dem Dollarraum bezogen und in Dollar – gegen eine eigene starke Währung – bezahlt werden. Die Währungsverhältnisse werden daher bei der Betrachtung des Rohöl- oder des Goldpreises stets ins Kalkül gezogen. Wenn der Dollar stark ist, steigt für Europäer das in Dollar gehandelte Rohöl im Preis, für einheimische Verbraucher daher die Preise für Heizöl und Benzin. Die Währungsverhältnisse werden an den Devisenmärkten täglich durch den Forex-Handel bestimmt, es handelt sich um den liquidesten Markt der Welt.

Die Bedeutung des Dollarkurses
Da viele Staaten wie etwa China über große Dollarreserven verfügen und auch US-Staatsanleihen in Billionenhöhe halten, da des Weiteren an den Devisenmärkten das Paar Euro/US-Dollar am meisten gehandelt wird und fast alle Rohstoffe in Dollar abgerechnet werden, hat der aktuelle Dollarkurs vor allem in seinem Verhältnis zum Euro einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Schwankungen des Dollarkurses insbesondere zum Euro, aber auch zu allen anderen wichtigen Währungen schlagen auf den Welthandel durch. Export- und Importpreise werden davon beeinflusst, auch inländische Verbraucherpreise hängen vom Dollarkurs ab. Wenn der Dollarkurs auf Dauer schwach bliebe, würden asiatische und europäische Unternehmen vermehrt im Dollarraum, also vorrangig den USA, produzieren lassen, weil ihnen das Vorteile bei dem Bezug von Rohstoffen und Dienstleistungen sowie der Bezahlung von Arbeitskräften bringt. Diese Investitionen werden jedoch langfristig geplant, und aktuell ist der Dollarkurs noch nicht schwach. Im Jahr 2011 kämpfen beide großen Währungsräume – der Dollar- und der Euro-Raum – mit gigantischen Schuldenbergen, weshalb ihre Währungen zueinander relativ stabil bleiben.